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Strato-Serverausfall: Vier Tage ohne IP – Mein Fazit nach dem Totalausfall

Strato-Serverausfall: Vier Tage ohne IP – Mein Fazit nach dem Totalausfall

Strato-Serverausfall: Vier Tage ohne IP – Mein Fazit nach dem Totalausfall

Am 27.03.2025 um 20:26 Uhr schlugen meine Monitoring-Tools Alarm: Mein Server war nicht mehr erreichbar. Was ich zunächst für einen kurzen Ausfall oder einen Fehler meinerseits hielt, entpuppte sich als ein mehrtägiges Desaster. Hier meine Erfahrung mit dem Strato-Serverausfall – und warum ich mich nun nach einem anderen Anbieter umschaue.



Der Ausfall und die Folgen

Meine gesamte IT-Infrastruktur hing an diesem Server:

  • Meine eigene Webseite
  • Eine Kundenwebseite
  • Meine Fernwartungssoftware und Remoteverbindungen nach Hause
  • Mein persönliches Wiki

Kurz gesagt: Ich war komplett abgeschnitten. Mein Monitoring-Tool Uptime Kuma meldete mir den Ausfall per Telegram, und von da an begann die Fehlersuche.



Fehlersuche: Ist mein Server das Problem?

Da Strato in der Vergangenheit zuverlässig war, kam mir zunächst nicht in den Sinn, dass der Fehler auf ihrer Seite liegen könnte. Über die VNC-Konsole im Strato-Kundenportal konnte ich mich mit meinem Server verbinden – er lief also noch, alle Dienste waren aktiv, die CPU-Auslastung war normal.

Doch es gab ein großes Problem: Der Server hatte keine IP-Adresse mehr.

Ein tracert zeigte, dass die Verbindung einen Hop vor dem Server endete. Ein Blick auf die Netzwerkkonfiguration mittels ip a bestätigte meine Vermutung: Keine IP-Adresse!

Ich versuchte:

  • Neustart des Servers
  • Beenden von Docker und WireGuard (um Interferenzen auszuschließen)
  • IP manuell per DHCP neu zu beziehen

Nichts half. Also entschied ich mich, den Support zu kontaktieren – leider erst am nächsten Tag, da der 24/7-Support nur für Kunden mit einem 10-€/Monat-Zusatzpaket verfügbar ist.



Strato-Support: Zögerlich und wenig hilfreich

Am 28.03.2025 um 12:30 Uhr rief ich den Strato-Support an. Die erste Frage des Mitarbeiters: „Haben Sie den Server schon neu gestartet?“ – Ja, natürlich. Danach wurde ich gebeten, die Paketfreigabe zu aktivieren, damit Strato überhaupt weiterhelfen könne.

Ich erwähnte, dass ich noch einen zweiten Server bei Strato hoste, der problemlos läuft. Erst daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass dieser Server im Rechenzentrum Berlin steht, während der ausgefallene Server sich in Frankfurt befindet – und dort gäbe es aktuell eine Störung.

Ein Service-Ticket wurde eröffnet. Danach: Funkstille.



Informationspolitik: Fehlanzeige

Das Schlimmste an der Situation war nicht der Ausfall selbst, sondern der Umgang von Strato damit:

  • Keine Information über eine laufende Störung, weder per Mail noch im Kundenportal
  • Keine Status-Updates, nachdem das Ticket erstellt wurde
  • Erst auf eigene Nachfrage gab es eine knappe Bestätigung der Störung
  • Kaum Meldungen über den Vorfall auf AlleStörungen.de – anscheinend haben viele Kunden gar nicht bemerkt, dass ihre Server offline waren

Am 31.03.2025 am frühen Morgen kam der Server zurück – ohne dass ich informiert wurde. Keine Mail, kein Update im Ticket. Einfach nur plötzlich wieder da.



Mein Fazit: Preis vs. Zuverlässigkeit

Strato ist preislich attraktiv, keine Frage. Wer einen günstigen Server sucht und mit gelegentlichen Ausfällen leben kann, ist hier vielleicht richtig.

Aber für alle, die auf hohe Verfügbarkeit angewiesen sind – sei es für geschäftskritische Anwendungen oder einfach nur für eine zuverlässige IT-Infrastruktur – sollte Strato nicht die erste Wahl sein.

Ich für meinen Teil werde mich nach einem neuen Anbieter umsehen. Dieser Serverausfall war für mich nicht nur ein Ärgernis, sondern ein Vertrauensbruch.

Was sind eure Erfahrungen mit Strato? Hattet ihr ähnliche Probleme oder lief bei euch alles reibungslos? Schreibt es in die Kommentare!

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